Don Bosco Flüchtlingswerk: Halbierung der Flüchtlingsobergrenze löst keine Probleme

Kritik an neuerlichen Reformplänen der Flüchtlingsobergrenze und mangelnder humanitärer Hilfe gegenüber Menschen in Not.  

„Tausende Menschen sind zutiefst verzweifelt, frieren und hungern und anstatt zu helfen um die Not zu mindern wird über eine neuerliche Halbierung der Flüchtlingsobergrenze und über die Errichtung von Containerdörfern diskutiert“, kritisiert Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ die aktuelle Flüchtlingsdiskussion.

„Wir können die Flüchtlinge und die aktuellen Krisenherde auf der Welt nicht einfach ignorieren. Die Menschen sind unterwegs, weil sie realistische Fluchtgründe haben. Und es gibt keine Aussicht auf Besserung der tristen Lage in den Herkunftsländern. Eine Obergrenze wird die Flüchtlinge nicht aufhalten können, sie löst das Problem nicht. Flüchtende Menschen leiden oder sterben somit nur außerhalb unserer Grenzen“, so Kern und weiter: „Vielmehr muss eine sichere kontrollierte Einreise ermöglicht werden und eine vernünftige EU-weite Lösung gefunden werden, die legale Fluchtmöglichkeiten inkludiert. Es wird höchste Zeit, dass der menschenunwürdigen Situation ein Ende gesetzt wird. Dieses Verhalten gegenüber Menschen in Not ist eine Schande für ganz Europa.“