
Am 20. 11. 2009 feierte die Kinderrechtskonvention ihren 20. Geburtstag. Das Netzwerk Kinderrechte, dem das Don Bosco Flüchtlingswerk seit Beginn dieses Jahres angehört, gab zu diesem Anlass am 17.11.2009 in der Wiener Kinderinfo eine Pressekonferenz. In Österreich ist die Kinderrechtskonvention zwar ratifiziert, sie steht aber nicht in Verfassungsrang. Eines der Anliegen des Netzwerks Kinderrechte ist es, dies zu ändern. Der von der SPÖ – ÖVP vorgeschlagene Entwurf entspricht allerdings nicht unseren Vorstellungen, weil genau Kinder mit Migrationshintergrund wie die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge davon wieder ausgenommen werden. Wir werden uns also weiter dafür einsetzen, dass die Kinderrechtskonvention ohne Ausnahmen und Kürzungen in die österreichische Verfassung aufgenommen werden!
Aber 20 Jahre Kinderrechtskonvention sind auch ein Grund zu feiern: Das Projekt Tobias lud das Jugendwohnheim Abraham zu einem Kinderrechtefest am 20.11.2009 ein:
Am 20.11.2009 feierte das Projekt Tobias in Wien in der Futterknechtgasse mit den Jugendlichen vom Projekt Abraham den Tag der Kinderrechte. Nach einer kleinen Stärkung am Buffet wurden zuerst einige Aufwärmspiele gespielt, wo vor allem das Spiel „Versteinern“ sehr beliebt war, und dabei nicht nur die Fänger ins Schwitzen gerieten. Es gab auch spezielle Stationen zum Thema Kinderrechte. Beispielsweise wurden verschiedene Bilder, die Kinderrechte darstellten im Raum aufgehängt, woraufhin die Jugendlichen erraten mussten, welches Recht auf den verschiedenen Bildern dargestellt ist. Das war oft gar nicht so einfach, doch am Ende wurden doch alle Bilder richtig erkannt. Im Anschluss daran stellten die Jugendlichen die Bilder pantomimisch dar, wo wieder viel Kreativität gefragt war. Doch auch das meisterten alle gekonnt. Es machte allen so viel Spaß, dass noch viele weitere Spiele gespielt wurden, die so richtig Schwung in das Fest brachten. Beim Spiel „Twister“ zum Beispiel mussten alle ihre sportlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, da immer ein Körperteil ein bestimmtes Farbfeld am Boden berühren musste und dies zu einigen Verrenkungen führte. Mit verschiedenen Trommelrhythmen, die von den Jugendlichen gespielt wurden, bekam die Multikulturalität der Gruppe besonderen Ausdruck, da von afghanischen über afrikanische Tänze bis hin zum österreichischen Walzer alles getanzt wurde. So fand der Nachmittag auch einen schönen musikalischen Ausklang!
(Bericht von Magdalena Eder)